Am 27. Juni 2023 hieß es wieder: Leinen los in Las Palmas! Diesmal ging es zurück nach Teneriffa – und weiter zu den westlichen Inseln.
Vier Tage ganz für uns allein
Ganz oben im Norden von Teneriffa haben wir eine Bucht gefunden, die komplett einsam ist – dorthin kommt man nur mit dem Boot. Vier Tage und vier Nächte lagen wir dort vor Anker. Es war zwar etwas windig, aber wir hatten die Bucht ganz für uns allein.
Gleichzeitig war es ein wichtiger Test für die große Reise: Wie gut kommen wir völlig autark zurecht? Reichen Wassermacher und Solarstrom, passt die Energie- und Versorgungsbilanz? Das Ergebnis: Alles hat perfekt funktioniert.
Hinüber nach La Gomera
Von dort sind wir zwischen Gran Canaria und Teneriffa nach Süden gesegelt und haben eine Nacht in der Marina San Miguel verbracht – direkt an der Tankstelle. Am nächsten Tag ging es hinüber nach La Gomera. Die ersten Meilen waren traumhaft, doch etwa fünf Meilen vor dem Ziel hat es dann mal wieder richtig gekachelt, und wir mussten kurz vor der Ankunft noch einmal ordentlich reffen.
In der Marina von San Sebastián de La Gomera bekamen wir einen Liegeplatz – leider nicht der schönste, denn wir lagen direkt neben der Werft, und entsprechend laut war es. Trotzdem haben wir uns wieder einen Mietwagen genommen und die Insel erkundet. Steffi war in diesen Tagen etwas angeschlagen, hat aber tapfer durchgehalten.
Ein besonderes Wiedersehen gab es auch: Auf La Gomera haben wir Bernhard wiedergetroffen – den belesenen Segelprüfer, den wir auf Lanzarote über Siggi kennengelernt hatten. Mit ihm und seiner Frau Heike haben wir ein paar wunderschöne Stunden verbracht. Tolle Menschen!
Musikduell an der Werft
Der laute Liegeplatz hatte am Ende sogar sein Gutes. Neben uns lag die Segelyacht Beluga von Ralf und Sabine, die wir schon kurz in Santa Cruz de Tenerife getroffen hatten. Die Werftarbeiter legten jeden Morgen um acht Uhr los – mit Schleifen, Bohren, Fräsen, Lackieren und dazu spanischer Musik aus ihrer Boombox. Irgendwann hatte Wolfgang genug und beschloss, ein Gegenfeuer zu legen: Er drehte die Musikanlage der ME voll auf.
Das rief Ralf und Sabine auf den Plan – und die antworteten natürlich mit eigener Kontermusik. So ging es stundenlang hin und her, einer lauter als der andere: alte Oldies, Hard Rock, die tollsten Lieder. Die Werftarbeiter konnten nur noch mit dem Kopf schütteln. Am Ende wurde daraus ein feuchtfröhlicher, gemütlicher und sehr lustiger Abend mit den beiden.
Von La Gomera aus ging es weiter nach La Palma – davon erzählen wir im nächsten Eintrag.

















