Am 7. März 2026 hieß es Abschied nehmen von Madeira. Lange haben wir überlegt, wohin es gehen soll. Auf den Kanaren fehlen uns eigentlich nur noch zwei Inseln: La Graciosa und El Hierro. Aber am Ende war die Entscheidung klar: zurück nach Fuerteventura! Dort hat es uns einfach so gut gefallen, die Menschen sind unglaublich nett, und wir haben tolle Freunde gefunden. Der Hafen liegt im Süden, wo fast immer schönes Wetter ist – und in Jandía gibt es einen riesigen Sandstrand.
Traumsegeln – und ein Anfängerfehler
Unterwegs waren wir wieder rund 48 bis 50 Stunden. Am Anfang hatten wir super Segelwetter: immer um die 20 Knoten, halber Wind – einfach traumhaft. Vor jeder Nacht haben wir ordentlich gerefft und morgens wieder ausgerefft.
Zwischen Gran Canaria und Fuerteventura, quasi auf der Zielgeraden, haben wir abends überlegt: Die Vorhersage sagt 18 Knoten – dann lassen wir die Segel einfach so stehen. Tja, und wie das so ist, hat es uns nachts eingeholt. Zwischen den Inseln liegt eine Beschleunigungszone, in der der Wind wie durch eine Düse gepresst wird. Um ein, zwei Uhr nachts hatten wir plötzlich drei Meter Welle und 35 bis 40 Knoten Wind – und mussten im Dunkeln und ziemlich übermüdet reffen.
Darüber haben wir uns hinterher sehr geärgert: ein klassischer Anfängerfehler, und das nach so langer Zeit! Die alte Seglerregel lautet: Wenn man darüber nachdenkt zu reffen, sollte man es sofort tun. Das wissen wir eigentlich – und haben es trotzdem mal wieder nicht beherzigt.
In den frühen Morgenstunden sind wir dann in Fuerteventura angekommen – und wurden ganz toll empfangen. Aber davon mehr im nächsten Eintrag …





