Nachdem wir die ME zurück nach Gran Canaria gebracht hatten, bin ich erst einmal nach Hause geflogen. Am 15. Mai 2025 ging es dann wieder nach Las Palmas – diesmal mit meinem Freund Thomas. Auf diese Reise hatten wir uns lange gefreut.
Drei Kilometer zu Fuß – und ein Taxi zurück
Zuerst haben wir uns ein bisschen die Stadt angeschaut und natürlich Martin und Conny von der Isly wiedergetroffen. Mit den beiden sind wir durch die Stadt gezogen – obwohl Martin ein bisschen fußfaul ist und immer wieder ein Taxi nehmen wollte. Aber wir haben durchgezogen und die ganzen drei Kilometer zu Fuß geschafft. Für den Rückweg konnten wir ihn allerdings nicht mehr überreden – da musste dann doch ein Taxi her. Den Abend haben wir feuchtfröhlich in der Sailors Bay ausklingen lassen.
Puerto de Mogán – Liegeplatz an der Mauer
Am nächsten Tag sind Thomas und ich nach Puerto de Mogán gesegelt. Wir hatten großes Glück: Auf Nachfrage durften wir direkt an der Mauer im Hafen festmachen – ein ziemlich cooler Liegeplatz. Das Anlegen war allerdings Millimeterarbeit: Die Einfahrt zu diesem Liegeplatz ist super eng. Mit unserem großen Katamaran hatten wir auf beiden Seiten vielleicht zehn Zentimeter Platz – und dann musste das Boot in der Gasse auch noch gewendet werden. Dabei hat man natürlich hundert Zuschauer: Alle Touristen bleiben stehen und gucken. Als die ME dann sicher und ohne einen Kratzer fest war, gab es sogar Applaus! Und abends beim Essen sagte Fernando, der Wirt, er habe noch nie einen Kapitän gesehen, der da so sicher und ruhig reingefahren sei. Da war ich natürlich schon ein bisschen stolz.
Der Liegeplatz hatte allerdings auch ein Risiko, wie sich im Nachhinein herausstellte: Überall sind Restaurants, und abends wird dort mit dem Laubbläser sauber gemacht. Da wird schon mal eine Kakerlake an Bord gepustet …
Das Beste an diesem Liegeplatz: Direkt davor lag ein Restaurant, dessen Chef Fernando uns das Essen tatsächlich an Bord gebracht hat. Ein bisschen dekadent – aber super cool! Die Leute sind natürlich alle stehen geblieben und haben geguckt, wir saßen da quasi auf dem Präsentierteller. Und wir hatten jede Menge Spaß.
Aber egal – wir zwei hatten eine super Freundestour. Wir waren schwimmen, mit dem Schlauchboot unterwegs, haben uns das hübsche Städtchen angeschaut, ganz toll gegessen und nette Leute kennengelernt. Es war einfach perfekt!
30 Knoten auf die Nase
Nach fünf Tagen ging es zurück – die Westküste hinauf, leider gegen den Wind, und zwar mit 30 Knoten. Thomas fand das am Anfang noch ziemlich lustig. Als wir dann aber oben an der Nordseite von Gran Canaria quer mussten, um nach Las Palmas zu kommen, und die Welle von der Seite kam, hat er dann doch ein bisschen gemerkt, was Seekrankheit bedeutet. Aber wir sind gesund angekommen!
In Las Palmas haben wir mit Martin und Conny noch einmal schön zu Abend gegessen – und dann war die Woche auch schon vorbei.









