Mit Orthese an Bord – Freunde, Lara und ein besonderer Abschied

Mit Lara auf dem Roque de los Muchachos

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Am 23. März 2024 ging es wieder für eine Woche auf die ME – diesmal zusammen mit unseren Freunden Michi und Sabine. Rausgefahren sind wir allerdings auch diesmal nicht: Ich hatte mir zu Hause die Bizepssehne abgerissen und trug eine Orthese. Der Arm war auf 90 Grad fixiert – ich war also ziemlich gehandicapt.

Eine Woche mit Michi und Sabine

Trotzdem hatten wir eine tolle Zeit. Wir haben den beiden die Insel gezeigt, waren wieder oben auf dem Roque de los Muchachos und haben viele, viele Sehenswürdigkeiten besucht. Die beiden haben auch Ralf und Karin und andere Segler kennengelernt. Eine super schöne Woche!

Wilde Lavaküste auf La Palma
Wilde Lavaküste auf La Palma
Ausflug an die Küste
Ausflug an die Küste
Prost an Bord
Prost an Bord

Vater-Tochter-Woche mit Lara

Danach sind Michi und Sabine zusammen mit Steffi nach Hause geflogen, und meine Tochter Lara kam nach. Mit ihr habe ich noch eine weitere Woche auf La Palma verbracht und ihr die ganze Insel gezeigt.

Lara und ich an Bord
Lara und ich an Bord
Mit Lara auf dem Roque de los Muchachos
Mit Lara auf dem Roque de los Muchachos
Blick über die Caldera de Taburiente
Blick über die Caldera de Taburiente
Über den Wolken – in der Ferne Teneriffa
Über den Wolken – in der Ferne Teneriffa

Ein besonderer Anruf

Als Lara und ich gerade hoch zum Roque de los Muchachos wollten, klingelte mein Telefon. Siggi aus Lanzarote war dran und fragte, wann wir das nächste Mal auf La Palma seien. „Jetzt gerade“, sagte ich. Siggi hat früher selbst auf La Palma gelebt, und ein guter Freund von ihm hatte seine Frau verloren – viel zu jung. Ob wir nicht eine Seebestattung machen könnten?

Das musste ich natürlich erst mit meiner Tochter besprechen. So etwas hatten wir noch nie gemacht, und es war ein etwas eigenartiges Gefühl. Aber wir haben gesagt: Okay, wir machen das – wir tun Siggi den Gefallen.

Die Familie kam mit den Kindern an Bord, die Urne dabei – eine sehr nette Familie. Segeln konnte ich wegen meines Arms nicht, also sind wir unter Motor Richtung Flughafen gefahren, zu einer Bucht, in der die Frau immer sehr gerne war. Dort haben wir angehalten, die Familie hat die Asche ins Meer gestreut, und wir haben ein bisschen Musik laufen lassen. Für Lara und mich war das ein sehr bewegender, aber auch seltsamer Moment. Die Koordinaten der Stelle haben wir abfotografiert, damit er immer weiß, wo seine Frau ihre letzte Ruhe gefunden hat.

Die Koordinaten der Stelle – damit die Familie immer weiß, wo sie ihre letzte Ruhe gefunden hat
Die Koordinaten der Stelle – damit die Familie immer weiß, wo sie ihre letzte Ruhe gefunden hat

Fäden ziehen auf dem Nachbarboot

Zurück in der Marina in Santa Cruz bot mir unser Bootsnachbar Klaus-Peter, von Beruf Orthopäde, an, mir die Fäden zu ziehen. Das wurde ein ziemlich blutiges Unterfangen – sein Skalpell und seine Brille waren nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, und es sah wirklich schlimm aus. Aber wir haben alles hingekriegt!

Nach einer schönen Woche mit meiner Tochter sind wir dann gemeinsam wieder nach Hause geflogen.